28. Dezember 2009 · Comments Off
Wie wir ziemlich schnell festgestellt haben, gibt es einige Unterschiede zwischen dem Mieten einer Wohnung in Deutschland und den USA. Der Erste betrifft die Angabe der Anzahl von Zimmern. In den USA werden naemlich nur die Anzahl der Schlafzimmer und Baeder angegeben, nicht aber das Wohnzimmer. Als wir unsere erste Wohnung gemietet haben sind wir in ein “2/2 Apartment” gezogen, d.h. 2 Bedroom, 2 Bathroom plus Wohnzimmer und Kueche. In Deutschland waere das eine 3-Zimmer-Wohnung.
Hier eine kleine Tabelle zur Orientierung:
| USA |
Deutschland |
| Studio |
1 Zimmer, Kueche, Bad |
| 1 Bedroom, 1 Bath |
2 Zimmer, Kueche, Bad |
| 2 Bedroom, 1 Bath |
3 Zimmer, Kueche, Bad |
| 2 Bedroom, 2 Bath |
3 Zimmer, Kueche, 2 Baeder |
| 3 Bedroom, 2 Bath |
4 Zimmer, Kueche, 2 Baeder |
Der zweite Unterschied ist die Angabe der Groesse einer Wohnung. Diese wird naemlich in Squarefeet und nicht Quadratmeter angegeben. Die Squarefeetangabe in den USA umfasst die komplette Flaeche d.h. incl. aller Abstellraeume, Balkon/Terrasse, Kueche, Baeder, etc.
Hier wieder eine kleine Tabelle mit einigen Richtwerten:
| Quadratmeter |
Square Feet |
| 50 |
538 |
| 100 |
1076 |
| 150 |
1616 |
| 200 |
2153 |
Der dritte und wohl groesste Unterschied ist die Laufzeit von Mietvertraegen. In den USA gibt es i.d.R. Mietvertraege mit einer Maximallaufzeit von einem Jahr. Ueblich sind auch Mietvertraege von 6 Monaten oder 1 Monat. Die Miete ist guenstiger je laenger die Laufzeit. Nach Ablauf der Laufzeit unterbreitet der Vermieter dem Mieter ein neues Angebot, dabei wird die Miete entsprechend angepasst. Die Anpassung der Miete richtet sich nach der jeweiligen Marktlage und kann sich nach oben oder unten veraendern. Wir sind im Mai 2008 in die USA gegangen und haben unsere erste Wohnung im Juli 2008 gemietet. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Mieten einen Hoechststand erreicht. Mit der Immobilien- und Wirtschaftskrise 2008/09 ist unser Vermieter, nach Ablauf des Vertrages, in 2009 mit der Miete um 300 USD runtergegangen!
TIPP: Ein Vermieter von Apartments in einem Apartmentkomplex darf nach amerikanischem Recht gleiche Apartments (d.h. Groesse und Lage des Apartments) nicht zu unterschiedlichen Preisen vermieten. D.h. wenn man in einem Apartmentkomplex wohnt und der Mietvertrag sich dem Ende neigt, sollte man schauen fuer wieviel der Vermieter gerade leerstehende Apartments anbietet, um dann abzuschaetzen, ob sein Angebot fair ist.
Im Allgemeinen variieren die Mietpreise in den USA stark. Den groessten Einfluss hat natuerlich die Gegend in die man zieht. New York (insb. Manhatten) ist teuer und Manchester-Nashua ist billig, das ist jedem einleuchtend. Jedoch gibt es auch in der gleichen Gegend gewisse Faktoren, die den Mietpreis beeinflussen koennen. Diese sind:
- Anzahl der Bedrooms
- Anzahl der Bathrooms
- Etage des Apartments (je hoeher desto teurer)
- “Amenities” (Pool, Fitnessraum, etc in einem Apartmentkomplex)
- Crime Rate (je niedriger die Kriminalitaet desto hoeher die Miete)
- Jahreszeit (Mieten sind im Sommer hoeher als im Winter)
- School District (je besser der School District desto hoher die Miete)
Hier ein paar Links die wir benutzt haben um nach einer Wohnung zu suchen:
Wie in Deutschland, so wird auch in den USA eine Mietkaution verlangt (Security Deposit), einige Vermieter verlangen eine Kreditauskunft und/oder einer Hausratsversicherung (Renters Insurance) vor Unterzeichnung des Mietvertrages.
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Tags: Führerschein · Kalifornien
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Das Erste was man machen sollte, wenn man in den USA angekommen ist, ist die sogenannte Social Security Number (SSN) zu beantragen. Ohne SSN läuft in den USA wirklich gar nichts. Man kann nur schwer ein Bankkonto eröffnen, eine Wohnung mieten oder aber ein Auto kaufen - sprich die Dinge die man als erstes tun möchte und tun muss. Aber viel schlimmer noch: Man bekommt kein Gehalt! Und wenn ich eins gelernt habe, dann, dass man nach dem Umzug in die USA ersteinmal Geld benoetigt. Ja klar, man braucht immer Geld, aber in diesem Fall ist das Problem, dass man eigentlich nicht mehr als 10.000 US $ an Bargeld in die USA aus Deutschland mitnehmen darf und dieses Geld schnell weg sein kann, und dann muss man entweder Nachschub aus Deutschland besorgen - dazu braucht man aber ebenfalls ein Bankkonto, wofür man eine SSN benötigt - oder man braucht ein regelmäßiges Gehalt, wofür man - genau - seine SSN braucht.
Wie bekomme ich nun die SSN. Dazu muss man zunächst wissen, dass man nach seiner Einreise in die USA erstmal einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen wird. Davon bekommt man in der Regel gar nichts mit, dies läuft komplett hinter den Kulissen ab. Dieser Sicherheits-Check dauert bis zu 7 Tagen und bis dieser nicht abgeschlossen ist, kann man auch noch keine SSN beantragen. D.h., man sollte ca. eine Woche nach der Einreise zur nächstgelegenen Social Security Administration gehen. Diese findet man am Besten über die Social Security Administration Web-Site http://www.ssa.gov/. Das Formular, welches man braucht ist das SS-5.
Man kann ohne Termin zur nächstgelegenen Social Security Administration gehen, doch mit einem Termin, den man vorher telefonisch vereinbaren kann, geht es in der Regel wesentlich schneller und man spart sich stundenlanges Warten. Wir waren alles in allem 45 Minuten da - mit Termin! Zusätzlich zu dem ausgefüllten Formular SS-5, sollte man seinen Reisepass inkl. Visum und Petition dabei haben. Nach Beantragung dauert es dann ca. 2 Wochen bis man seine Social Security Card zugeschickt bekommt.
Zwei Tipps möchte ich zu diesem Thema noch geben. Selbst wenn erstmal nur ein Ehepartner in den USA arbeiten wird bzw. darf, sollte der andere Ehepartner eine SSN evtl. auch ohne Erlaubnis auf Arbeit beantragen. Warum? Weil man eine SSN bei vielen Gelegenheiten zur Identifikaton brauchen wird, und wenn man dann doch eine Arbeitserlaubnis bekommt bzw. sich doch entschließt zu arbeiten, dann hat man seine SSN schon zur Hand und bekommt auch gleich sein Gehalt.
Der zweite Tipp ist bezueglich “Identity Theft”. Identity Theft ist ein Verbrechen in den USA, dem ca. 9 Millionen Menschen jährlich zum Opfer fallen und welches bis zur persönlichen Insolvenz führen kann. Auch wenn Identity Theft in Deutschland kein Problem darstellt, sollte man es in den USA nicht auf die leichte Schulter nehmen. Für die Verbrecher die Identity Theft betreiben, ist die SSN eine der wichtigsten Informationen die sie über jemanden benötigen. Darum sollte man sich seine SSN einprägen und nie seine Social Security Card mit sich führen! Außdem sollte man seine SSN immer nur vertrauenswürdigen Quellen, wie z.B. Banken, Behörden, Arbeitgeber, Vermieter, etc. geben. Falls man am Telefon nach der SSN gefragt wird, dann sollte man sie immer nur dann geben, wenn man den Anruf selbst initiiert hat.
Tags: Social Security
Das Erste, um das sich jeder Gedanken machen sollte, der in die USA auswandern möchte, ist das Visum. Ohne Visum keine Einreise, und ohne Einreise, kein Auswandern in die USA.
Da ich kein Jurist, und schon gar kein Spezialist für US-Visa bin, gebe ich hier erstmal nur einen Überblick über die wichtigsten Visa-Kategorien und Visa, um dann etwas ausführlicher auf die Beantragung des L-Visums einzugehen, welches meine Frau und ich bekommen haben.
- Nicht-Einwanderungs Visa (Non-immigrant Visas)
Diese Art von Visa werden von Personen benötigt die eine zeitlich befristete Einreise in die USA beantragen wollen. Zu diesen Visa gehören unter anderem:
- Austauschbesucher (J-Visum)
Dieses Visum sollten Personen beantragen, die als Au-Pair, Austauschschüler, Praktikanten oder für einen Ferienjob in die USA gehen möchten.
- Studentenvisum (F/M-Visa)
Wie der Name schon sagt, ist dieses Visum für Personen, welche vorhaben, in den USA zu studieren.
- Vorübergehend Beschäftigte (H/L/O/P/Q-Visum)
Diese Visa gehören zu den Arbeits-Visa und werden von Personen benötigt, die in den USA arbeiten möchten. Um ein Arbeitsvisum zu erhalten, muss man bereits einen Arbeitgeber in den USA gefunden haben, welcher in den USA eine Petition auf eine Arbeitsgenehmigung einreicht. Das beliebteste Visum in diese Kategorie ist das H-1B.
- Einwanderungsvisa/Immigrant Visas (Green Card)
Die Green Card ist die Königin unter den US-Visa. Jeder will sie haben, doch dabei ist sie für fast jeden unheimlich schwer zu bekommen. Wer die Green Card einmal hat, der besitzt eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die Vereinigten Staaten. Der wahrscheinlich leichteste Weg ist, dieses Visum über die sogenannte Green Card-Lotterie zu gewinnen. Jährlich verlost die USA 50.000 Green Cards unter allen Bewerben. Bevor Sie jetzt jedoch in zu große Euphorie ausbrechen, möchte ich noch erwähnen, das in 2008 ca. 6,4 Millionen Menschen und im Jahr 2009 ca. 9.1 Millionen Menschen an der Lotterie teilgenommen haben. D.h. die Chancen eine Green Card zu gewinnen, sind zwar immer noch viel größer als 6 richtige im Lotto, aber denoch gering. Wichtig: Die Teilnahme an der Green Card-Lotterie ist kostenlos! Es gibt einige Agenturen, die Geld nehmen, um Personen bei der Lotterie anzumelden. Das ist nur dann sinnvoll, wenn sie der englischen Sprache nicht mächtig genug sein sollten, als dass sie die Anmeldeformulare alleine ausfüllen können. Alle weiteren Informationen zur Green Card-Lotterie, samt Anmeldeformularen und Anmeldezeiträumen finden sie unter: http://travel.state.gov/visa/immigrants/types/types_1322.html.
Wie bereits erwähnt, sind meine Frau und ich mittels des L-Visums in die Vereinigten Staaten gegangen. Dieses Visum wird bei firmeninternen Versetzungen vergeben. Meine Firma hier in Deutschland hatte mir also angeboten, mich in die USA zu versetzen. Dieses Angebot habe ich (natürlich mit dem Einverständnis meiner Frau) nur allzugerne angenommen. Somit bin ich auf einem L1- und meine Frau auf einem L2-Visum in den USA. Der einzige Unterschied zwischen dem L1 und dem L2 Visum, den meine Frau und ich feststellen konnten ist, dass bei meinem L1-Visum die Arbeitserlaubnis automatisch gegeben ist, jedoch an meinen Arbeitgeber, welcher mich in die USA versetzt hat, gebunden ist, und beim L2-Visum die Arbeitserlaubnis erst in den USA beantragt werden kann.
Um das L-Visum zu beantragen, musste mein Arbeitgeber eine Petition für mich erstellen. Für diese Petition bat mich mein Arbeitgeber, alles niederzuschreiben, was ich bislang in meiner Karriere bei dieser Firma gemacht habe. Wichtig: Hierbei ist jetzt keine falsche Bescheidenheit gefragt. Vor dem Ausstellen des L-Visums prüft das Konsulat, ob der Job nicht von jemanden gemacht werden kann, der bereits in den USA lebt, oder aber Amerikaner ist. Die Petition muss darüber Auskunft geben, dass nur sie dafür in Frage kommen! Nachdem ich also die entsprechenden Formulare ausgefüllt habe, hat meine Firma alle Unterlagen an eine Kanzlei in den USA geschickt, welche darauf spezialisiert ist, solche Petitionen zu schreiben.
Als die Kanzlei die Petition fertig, und mir zugeschickt hatte, konnte ich mich um einen Termin beim Konsulat bemühen. Es gibt 5 Konsulate in Deutschland, bei denen man ein Visum beantragen kann: Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und München. Wir waren beim Konsulat in Frankfurt. Obwohl man sich einen Termin geben lässt, so sollte man denoch früh beim Konsulat sein, um längere Wartezeiten zu vermeiden, da zu einem Termin sehr viele andere Personen kommen können. Wir hatten uns entschlossen, 30 Minuten vor unsererm Termin vor Ort zu sein. Als wir ankamen war vor dem Konsulat schon eine kleine Schlange. Wir stellten uns an und harten der Dinge, die da auf uns zukommen sollten. Zunächst kamen wir zu einer Art Pförtner. Dieser überprüfte, dass wir auch einen Termin, sowie alle benötigten Unterlagen dabei hatten und gab uns eine Nummer. Die benötigten Unterlagen waren:
Zu den beiden Formularen kann ich noch anmerken, dass sie ziemlich einfach auszufüllen sind. Das einzige, was ein wenig länger gedauert hat, war, dass man für das Formular DS-157 eine Liste geordnet nach Jahren erstellen muss, in der man die Länder einträgt, die man in den letzten 10 Jahren bereist hat. Da ich nicht mehr alle meine Reisepässe hatte, musste ich mich so gut es ging erinnern, wo ich überall gewesen bin.
Da wir alle Unterlagen dabei hatten, konnten wir weiter zum Security-Check. Der Security-Check verläuft wie beim Flughafen. Alle Sachen müssen durch den Scanner und man selbst geht durch den Metalldetektor. Wir mussten unsere Handys, Regenschirme und die Handtasche meiner Frau abgeben. Wir haben dafür jeweils Marken bekommen und beim Verlassen des Konsulats alles wieder zurück bekommen.
Als wir auch den Security-Check hinter uns hatten, konnten wir endlich das eigentliche Konsulatsgebäude betreten. Sobald unsere Nummer aufleuchtete, konnten wir zu der entsprechenden Sachbearbeiterin gehen, die alle unsere Unterlagen nahm und überprüfte. Da das ein Weilchen dauerte, bat sie uns, an der Kasse schon mal die erwähnten 500 US $ zu bezahlen und mit der Quittung wiederzukommen. Das haben wir dann auch getan und wurden daraufhin gebeten, noch einmal Platz zu nehmen, bis unsere Nummer wieder aufleuchtete. Ein paar Minuten später war es dann auch soweit und ein Vize-Konsul hat sich unserer angenommen. Meiner Frau und mir wurden vom Vize-Konsul ein paar harmlose Fragen gestellt, sowie alle 10 Fingerabdrücke abgenommen. Danach sagte uns der Vize-Konsul, dass wir unsere Visum in den nächsten 2 Wochen per Post bekommen würden. Fertig! Das ganze Prozedere dauerte höchstens 90min. Wie wir erfahren haben, ist das jedoch ganz schön schnell, da anscheinend an dem Tag nicht viel los war.
Nichteinmal 2 Wochen später waren dann unsere Reisepässe samt Visa im Briefkasten. Wichtig: Die Reisepässe aller derer die ein Visum beantragen, werden vom US-Konsulat einbehalten, um das Visum zu erstellen und einzukleben. Man sollte also innerhalb dieser 2 Wochen keine Reisen planen, bie denen man einen Pass benötigt. Weitere Informationen zum Visumsprozess findet man auf den Seiten des US Konsulats.
Tags: Visa
In den kommenden Wochen und Monaten werde ich hier Artikel rund um das Thema ”Auswandern in die USA” publizieren. Ich hoffe, die Informationen in meinen Berichten werden Menschen
helfen koennen, die planen, in die USA auszuwandern, oder aber schon sogar dabei sind.
Und von Menschen, die in den USA leben und arbeiten moechten, gibt es nicht gerade wenige. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes in seinem
Migrationsbericht von 2007 waren es im Jahr 2007 immerhin 14.385 Deutsche, welche in die USA ausgewandert sind. Dies macht die USA damit zum zweit beliebtesten Auswandererland nach der Schweiz.
Nun werden Sie sich sicherlich die Frage stellen, warum diese Seite und ihre Artikel besser oder aber anders sein sollte, als die vielen anderen Foren und Internetseiten, die zu diesem Thema bereits
existieren. Die Antwort hierauf ist einfach: Ich selbst bin mit meiner Familie im Mai 2008 in die USA ausgewandert und habe somit den kompletten Prozess, mit all seinen Hoehen und Tiefen, durchlebt.
Ich denke, ich habe dabei viele Erfahrungen und Erlebnisse gemacht, von denen andere profitieren koennten. Diese werde ich hier veroeffentlichen.
Dabei werde ich gesammeltes Wissen, welches bereits im Internet zur Verfuegung steht, nicht duplizieren, sondern eher darauf verweisen, wenn mir dieses in meinem Auswanderungsprozess weitergeholfen
hat.
Tags: Allgemein